130.000 DEUTSCHE SOLDATEN STARBEN FÜR FRANZÖSISCHE AMBITIONEN

V. Die Katastrophe in Russland

130.000 deutsche Soldaten starben für französische Ambitionen

Im Juni 1812 marschierte Napoleon mit 600.000 Mann nach Russland. Etwa 150.000 davon waren Deutsche aus dem Rheinbund.(30) Anfangs schien der Feldzug erfolgreich. Moskau wurde am 14. September erobert. Doch die Russen hatten die Stadt verbrannt – keine Vorräte, kein Quartier. Der Winter kam. Die Temperaturen sanken auf minus 30 Grad Celsius. Der Rückzug wurde zur Katastrophe. Von 600.000 Soldaten kehrten nur etwa 30.000 zurück. Von den 150.000 deutschen Soldaten überlebten rund 20.000.(31) 130.000 Deutsche starben – erfroren, verhungert, gefallen – für eine französische Machtpolitik, die nicht ihre eigene war.

Das Ende des Rheinbundes

Die Völkerschlacht bei Leipzig (16.–19. Oktober 1813) markierte Napoleons Niederlage in Deutschland. Die Rheinbund-Staaten wechselten die Seiten. Bayern erklärte bereits am 8. Oktober 1813 seine Neutralität und trat wenig später dem Bündnis gegen Napoleon bei.(32) Der Rheinbund löste sich auf. Napoleon wurde 1814 nach Elba verbannt, kehrte 1815 für hundert Tage zurück und verlor endgültig bei Waterloo am 18. Juni 1815.(33)

Quellen

  • (30) Lieven, Dominic: Russia Against Napoleon, London 2009, S. 178–182. Online: https://yalebooks.yale.edu/book/9780300198164/russia-against-napoleon/
  • (31) Lieven (2009), S. 301–305 (Verluste Russlandfeldzug).
  • (32) Hagemann, Karen: Revisiting Prussia’s Wars Against Napoleon, Cambridge 2015, S. 198–201 (Bayern wechselt Seiten).
  • (33) Chandler, David: The Campaigns of Napoleon, New York 1966, S. 1078–1089 (Waterloo).

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