VENEDIG (697) – DIE KEIMZELLE DES TRIBUTSYSTEMS
Venedig – Die Keimzelle des Tributsystems
Venedig gilt in der Mainstreamhistoriografie als pragmatische Handelsmacht. Dieses wissenschaftliche Dossier zeigt: Es war das Labor der modernen Oligarchie. Von 697 bis 1797 entwickelten die venezianischen Patrizierfamilien — Contarini, Dandolo, Morosini, Grimani — ein vollständiges Instrumentarium politischer und wirtschaftlicher Kontrolle: Staatsanleihen (Monte Vecchio, 1262), Fließbandproduktion (Arsenale, 12. Jh.), staatlich
DIE SEIDENSTRASSEN (ca. 2. Jh. v. Chr. bis 15. Jh. n. Chr.)
DIE SEIDENSTRASSEN (ca. 2. Jh. v. Chr. bis 15. Jh. n. Chr.)
AUSGANGSPUNKT
Leitfrage
Worum es hier systemisch geht
Die Leitfrage dieses Kapitels lautet, wie aus eurasischen Fernhandelsnetzen Systeme der Korridorkontrolle, Mittlerschaft, Abschöpfung und Machtbildung wurden – und inwiefern die Seidenstraßen damit eine frühe Vorstufe späterer oligarchischer und finanzbasierter Herrschaftsformen darstellen. Fakt (100 %): Die…340–803 N. CHR.: CHRISTIANISIERUNG, STAMMESRECHT UND KAROLINGISCHE VERDICHTUNG
340–803 N. CHR.: CHRISTIANISIERUNG, STAMMESRECHT UND KAROLINGISCHE VERDICHTUNG
CHRISTIANISIERUNG UND RECHTSKODIFIKATION (6.–9. Jahrhundert)
Christianisierung verlief regional sehr verschieden
Staffelung, Missionswege und unterschiedliche Modi der Bekehrung- Fakt 100 %: Die Christianisierung der germanischsprachigen Welt verlief weder gleichzeitig noch nach einem einheitlichen Muster. Britannica fasst die Staffelung ausdrücklich so zusammen: Viele Goten wurden bereits im 4.
250–511 N. CHR.: STAMMESBÜNDE, VÖLKERWANDERUNG UND DER FRÄNKISCHE WENDEPUNKT
250–511 N. CHR.: STAMMESBÜNDE, VÖLKERWANDERUNG UND DER FRÄNKISCHE WENDEPUNKT
STAMMESBÜNDE UND MACHTVERDICHTUNG (3.–4. JAHRHUNDERT)
Franken, Alemannen, Sachsen
Aus kleineren Gruppen werden größere politische Einheiten- Fakt (100 %): Im 3. und 4. Jahrhundert verdichtet sich die politische Landschaft nördlich und östlich des römischen Grenzraums deutlich. Britannica beschreibt die Franken für das 3. Jahrhundert als Gruppe
~200–1235: SPRACHE, RUNEN UND RECHTSGEDÄCHTNIS IM ÜBERGANG INS DEUTSCHE MITTELALTER
~200–1235: SPRACHE, RUNEN UND RECHTSGEDÄCHTNIS IM ÜBERGANG INS DEUTSCHE MITTELALTER
ÜBERGANG INS DEUTSCHE MITTELALTER (9.–13. Jahrhundert)
Sprache, Runen und Schriftkultur
Germanisch als Sprachzweig, Hochdeutsch als spätere Ausdifferenzierung- Fakt 100 %: Germanisch ist als Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie klar bestimmbar. Die historische Sprachwissenschaft rekonstruiert ein Proto-Germanisch aus systematischen Laut- und Formkorrespondenzen; zu den klassischen Grundpfeilern
58 V. CHR. BIS 2. JH. N. CHR.: ROM, RHEIN UND DIE ERFINDUNG VON „GERMANIA“
58 V. CHR. BIS 2. JH. N. CHR.: ROM, RHEIN UND DIE ERFINDUNG VON „GERMANIA“
CAESAR, TACITUS UND DIE RÖMISCHE BEGRIFFSBILDUNG
„Germania“ als römische Ordnungskategorie
- Fakt 100 %: Julius Caesar liefert die früheste zusammenhängende lateinische Großbeschreibung der Germani und macht den Rhein zu einer politischen Leitgrenze zwischen gallischem und germanischem Raum. Für die Römer
2800–50 V. CHR.: NORDRAUM, JASTORF UND DIE LANGEN VORLÄUFE DER GERMANISCHEN WELT
2800–50 V. CHR.: VORLAUF UND FORMATIONSRÄUME DER GERMANISCHEN WELT
VORGESCHICHTE UND LANGER VORLAUF (ca. 2800–500 v. Chr.)
Schnurkeramik, Steppe-Beiträge und Nordische Bronzezeit
Kein fertiges Volk, sondern ein langer Vorlauf- Fakt 100 %: Der Beginn der Geschichte germanischsprachiger Gruppen liegt nicht bei einem bereits ausgebildeten „Volk“, sondern in langen vorgeschichtlichen Vorläufen. Archäogenetische Studien zeigen für
